7. Februar 2016

Salz und Sand in den Augen

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* * *
Die Wellen trieben die Schwimmer an den Strand
sie spürten den warmen Sand unter ihren Füßen
salzige Wasserperlen glänzten auf ihrer Haut -
sie ließen sich erschöpft zu Boden fallen,
noch atemlos von dem Kampf mit den Wellen;
ihr Sog duldete keinen Widerstand
er zog sie hinunter, dann hob sie empor
sie schaukelten auf den weißen Schaumkronen;
sie schwammen und versanken
Salz und Sand in den Augen
wo ist oben, wo ist unten ...

Später ließen sie sich treiben, 
von den Wellen tragen
sie spürten den Rhythmus ohne Musik, 
hörten die zischende Gischt,
das Klatschen des Wassers an den Felsen
wo die Wellen brachen und nicht weiterkamen;

Ihre Ausläufer spülen den sandigen Strand
immer von Neuem, Tag für Tag, in jeder Minute
bis die Sandkörner feingeschliffen,
glatt, wie Seide das Ufer bedecken;
das ist die tägliche Arbeit der Wellen -

In ihrer unermesslichen Freiheit 
tun sie ihr Werk
hinter ihrem eintönigen Rauschen 
lachen sie leise über den Menschen
der glaubt, er kann sich vor ihnen schützen, 
sich mit ihm messen;
doch niemand ist der Kraft der Wellen gewachsen,
wenn die Natur es so will 
und ihren Zorn die Menschen spüren lässt.

© Ida
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